Was ist somatische Tauma-Arbeit STA®

Ein erlebtes Trauma und die damit verbundenen Emotionen und Gedanken werden im Körper als Kombination abgespeichert. Wird es nicht verarbeitet, beschäftigt es uns un-bewusst und beeinflusst unsere Verhaltensweisen und unser Leben auf unangenehme Weise. Dies kann zu somatischen (körperlichen) und psychischen Beschwerden führen wie…

  • Schlafstörungen, Depression, chronische Müdigkeit, Ängste und Panikatakken ...
  • Chronische Schmerzen, Verdauungsprobleme, hoher Blutdruck, schwaches Immunsystem, Haut - und Blasenbeschwerden,  Suchtpotential und vieles mehr…

Bei der kombinierten Abspeicherung der erlebten Sinneseindrücke können ganz eigenartige Verbindungen entstehen.

Ein Beispiel: Jemandem passiert einen Fahrradunfall in der Nähe eines Bratwurststandes. In Millisekunden wird alles gespeichert was über alle Sinneskanäle erlebt wird. Dies macht Sinn, denn unser Hirn will uns von einem nächsten gefährlichem Ereignis bewahren.
Nun aber, jedes Mal, wenn die Person den Geruch einer Bratwurst riechst, fühlt sie sich unwohl, hat  Angstgefühle und kann sich nicht erklären warum…Denn das Hirn warnt: Bratwurstgeruch=Achtung Gefahr!

 
In einem Angstzustand ist das vegetative Nervensystem überfordert und schüttet Stresshormone aus, um den Körper in Alarmbereitschaft zu versetzen. Auch dies macht Sinn, mussten wir doch früher blitzartig von einem Säbelzahntiger flüchten können... In diesem alarmierten Zustand kann jedoch nur noch aus Flucht, Kampf oder Erstarrung gehandelt (bzw. nicht gehandelt) werden. Natürliche Regulationsmechanismen, der kognitive, denkende Verstand und das Sprachzentrum funktionieren nur eingeschränkt oder nicht mehr. Dies ist auch ein Grund, weshalb eine alleinige Gesprächstherapie zur Verarbeitung oft nicht ausreichen mag. Das denkende, verarbeitende Hirn ist noch ausgeschaltet, noch immer im Alarmzustand, so als ob das damalige Erlebnis noch aktuell im Hier und Jetzt stattfinden würde.
Um ein Trauma vollständig zu lösen, ist eine achtsame Mischung und aktive Zusammenarbeit nötig aus:
 

  • Mentalem Bewusstsein (Theorie, Gespräch) Verstehen wie die Neurobiologie funktioniert und warum und wie das Hirn eine Erfahrung als "traumatisch" abspeichert. Mit diesem Wissen kann es umprogrammiert und ent-koppelt werden.
  • Körperlichem Bewusstsein (Körperspeicher) Durch Integration mit körperorientierte Techniken (nach Peter Levine u.a.) werden auch die Körperspeicher neutralisiert. Der Organismus wird gestärkt und kann die Erinnerung an das Erlebnis vollständig verarbeiten und in die Vergangeheit ablegen, wo es hingehört . Dem Zustand der Erschöpfung, Energielosigkeit oder gar Depression kann somit aufgelöst werden, weil die Energie, die bisher gebraucht wurde um alles im Schacht zu halten, nun frei gesetzt wird und dem Leben wieder zur Verfügung steht.

  

Trauma-Entstehung-Speicherung-Auswirkung-Prägung-Lösung-Neuprogrammierung-Heilung-Integration